Am Dienstag, den 21. April 2026 lud das Projektteam „Bensberger Erzrevier“ zu einer kleinen Feierstunde anläßlich des Abschlusses der insgesamt dreijährigen Projektarbeit ein. Das durch die Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands maßgeblich finanzierte und von verschiedenen Dienststellen des LVR auch inhaltlich und personell unterstützte Projekt begann im Januar 2023 und lief- einschließlich eines Verlängerungsjahres – bis zum März 2026.
BGV-Rhein-Berg-Vorsitzender Lothar Eschbach beschrieb zu Beginn als Initiator seine persönliche Motivation und den mehrere Jahre umfassenden Vorbereitungs- und Werbezeitraum, der ihn unter anderem zur Regionale 2025 führte. Schließlich konnte der Rheinisch-Bergische Kreis als Antragsteller für das Projekt gewonnen werden. Dessen neuer Landrat Dr. Arne von Bötticher betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Bergbaus für die wirtschaftliche Entwicklung des Bergischen und hob die wichtige Rolle als gemeinsames Erbe von Oberberg, Rhein-Sieg-, und Rheinisch-Bergischem Kreis hervor. Im Namen des LVR dankte der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Prof. Jürgen Wilhelm für die enge und anregende Kooperation des Projektteams mit dem LVR und bekräftigte die Unterstützung des LVR für das Bergische Museum in Bensberg als zentralem Sammlungs-, Dokumentations- und Vermittlungsort für die Bergische Bergbaugeschichte.
In einem reich bebilderten Kurzvortrag stellte der Archäologe Peter Schönfeld als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projektes die vielfältigen montanarchäologischen Erkenntnisse vor, die gemeinsam mit den ehrenamtlichen Sondengängern der LVR-Bodendenkmalpflegern sowie dem Doktoranden an der Universität Bonn, Leander Kühn, erarbeitet wurden. Sie belegen die bisher nur vermutete umfangreiche Bergbautätigkeit in römischer und hochmittelalterlicher Zeit. Ergänzend stellte Projektmitarbeiter Dr. Alexander Kierdorf beispielhaft bauliche Zeugnisse des Bergbaus vor.
Über umfangreiche, systematisch gegliederte Einträge in das LVR-Kulturlandschaftsportal KuLaDig wurden die Erkenntnisse unmittelbar der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei wurde der BGV von den LVR-Volontären Lisa Kröger (bis 2025), Samuel Dreßen und Lea Recken unterstützt. Die beiden letzteren stellten KuLaDig in Ehreshoven vor und zeigten die Umsetzung in thematische Wanderungen für das Portal ClickRhein, die wiederum vom BGV auch durch Faltblätter und mit Hilfe lokaler Markierungen ergänzt wurden.
Ein von Andreas Schwann (BergTV) zusammengestellter Film zeigte abschließend einen Querschnitt durch die zahlreichen Höhepunkte und Aspekte der Projektarbeit von Zeitzeugengesprächen über Ortstermine und Workshops bis zur internationalen Netzwerkarbeit mit der „Vieille Montagne Heritage Association“.
Abschließend dankte Lothar Eschbach im Namen aller Verantwortlichen insbesondere für die Mithilfe der Bevölkerung, die immer wieder mit historischem Material überraschte, sowie den Ehrenamtlern im und außerhalb des BGV Rhein-Berg, die in unzähligen Stunden Zuarbeit leisteten und wichtige Aufgaben übernahmen. Besonders betonte er das Engagement von Marc Remmert, der seine Übersichtskarte zum Bergbau im „Bensberger Revier“ einbrachte und für das Projekt weiterentwickelte. Die aufgebauten Verbindungen sollten weiter gepflegt und ausgebaut werden, unter wesentlicher Einbeziehung des inhaltlich „aufgerüsteten“ Bergischen Museums.
Nach einer kurzen Pause wolle der BGV die vorhandene Kompetenz und Methodik nutzen, um die enge Verbindung zwischen dem Bergbau im Bergischen und dem Raum Aachen-Stolberg/Ostbelgien zu erforschen und zu dokumentieren.

Zum Artikel im Kölner Stadtanzeiger Presseecho – Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.V.

Lothar Eschbach, A. v. Bötticher, Jürgen Wilhelm

Lothar Eschbach, Arne von Bötticher, Jürgen Wilhelm, oben

Samuel Dreßen, Lea Recken, Lothar Eschbach, Nico Wagner (LVR), unten

Samuel Dreßen, Lea Recken, Lothar Eschbach, Nico Wagner (LVR)
Alexander Kierdorf, Lothar Eschbach, Lea Recken, Peter Schönfeld, Samuel Dreßen

Alexander Kierdorf, Lothar Eschbach, Lea Recken, Peter Schönfeld, Samuel Dreßen (alle Fotos: Andreas Schwann)