Österreichischer und Preußischer Friedhof und Ehrenmal

Teil A: Baudenkmal
Sand
Denkmalnummer
A0093
Baujahr
1854
Adresse
In der Hardt
Literatur
Willi Fritzen, Heimatforscher aus Bensberg ( 2011 )
Eintragung in Denkmalliste
31.05.1985
Koordinaten
7.153861 50.973612

Beschreibung

Von 1792 bis 1815 ist Europa fast ununterbrochen Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Frankreich und verschiedenen
Bündnissen ( Koalitionen ) anderer europäischer Mächte.

Mit der französischen Revolution von 1789 und den nachfolgenden Ereignissen kommt es zwangsläufig zur Konfrontation des
revolutionären Frankreich mit den feudalistischen Ländern des alten Europa und 1792 zum bewaffneten Konflikt mit Österreich
und Preußen. Die französischen Revolutionsarmeen besiegen auf breiter Front die Truppen der anti-revolutionären Allianz.

Während des Rückzuges der kaiserlich-österreichischen Armee wird das Bensberger Schloss 1793 als Hauptarmeehospital zweckentfremdet. Schon im Januar des Jahres treffen erste Verwundete und an der Ruhr Erkrankte im Schloss ein.

Ihre Zahl wächst von Tag zu Tag. Mangels ausreichender hygienischer Voraussetzungen bricht eine Typhus-Epidemie aus.
Mehrere Tausend österreichische und preußische Soldaten sterben, man geht von über 3000 Toten aus.
Auf dem hiesigen kaiserlichen Friedhof in der Hardt werden die toten Soldaten wegen der grossen Zahl ohne militärische Ehren in Massengräbern beigesetzt. Über den Massengräbern wird ein Hügel aufgeschüttet und mit Kiefern aufgeforstet.

Erst 60 Jahre nach den Bestattungen der österreichischen und preußischen Soldaten in der Hardt erhält der kaiserliche Friedhof ein Denkmal. Sämtliche Waffengattungen der österreichischen Armee nehmen an der Einweihung am 13. Juni 1854 teil. Preußen ist mit einem Infanterie-Bataillon und den Bensberger Kadetten aus dem Schloss vertreten.

Erbaut wurde das Gedenkkreuz nach einem Plan des Kölner Dombaumeisters Friedrich Schmidt ( 1825-1891 ).


Bearbeitet: Dietmar Weiß





Geschichte