Fachwerkgebäude

Teil A: Baudenkmal
Sand
Denkmalnummer
A0082
Baujahr
18./19. Jahrhundert
Adresse
Ommerbornstrasse 41a, 51465 Bergisch Gladbach
Objektbeschreibung
Das von der Ommerbornstrasse über eine kurze Stichstrasse erschlossene zweigeschossige Fachwerkhaus ist traufständig ausgerichtet und mit einem Satteldach abgedeckt. Dieser ehemals als Doppelhaus genutzte Kubus ist gefügekundlich älter als die in der Regel vorzufindenden Stockwerksbauweisen. Es handelt sich um einen Ständerbau mit geschossübergreifenden Eck- und Feldständern. Letztere wurden teilweise im Zuge von Sanierungsmassnahmen auf Stockwerkshöhe gekürzt und im Obergeschoss entsprechend ergänzt. Der traufseitige Geschossriegel übernimmt sowohl die Funktion des Erdgeschossrähms als auch diejenige der Stockschwelle. Die Köpfe der giebelparallel verlegten Deckenbalken liegen auf dem Geschossriegel auf. Die Verstrebungen beschränken sich auf geschosshohe Bundstreben, welche die einfachen Riegelketten überplatten. Die Gefache sind wohl im Rahmen einer im 19.Jahrhundert durchgeführten Erneuerung mit Ziegelsteinen ausgemauert und geschlämmt worden. Die Fenster sitzen zwischen den jeweiligen Feldständern noch an ihrer ursprünglichen Position und sind mit einem Holzgewände gerahmt. Alte Schlagläden schmücken die Fassade. Auf der nördlichen Giebelseite ist das Fachwerk als Ständerwerk erneuert. Auf der südlichen Giebelseite ist eine Holzverschalung angebracht. Der Erdgeschossgrundriss des queraufgeschlossenen Hauses ist modernisiert, zeigte ehemals eine für die damalige Zeit typische Raumaufteilung, die allerdings im Gefüge des Aussenbaus noch ablesbar ist.
Literatur
Baudenkmäler Bergisch Gladbach, Michael Werling, Stadt Bergisch Gladbach, BGV Rhein Berg.
Eintragung in Denkmalliste
27.03.1985
Koordinaten
7.157284 50.986473

Beschreibung

Geschichte

Das gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtete ehemalige Zweifamilienhaus diente früher als Wohnung für Angestellte von Haus Lerbach. Im Urkataster von 1827 ist es als ein L- förmiger Baukörper ausgewiesen. Auf der Nordseite war ein Stall mit einem dahinter liegenden Backhaus angefügt gewesen. 2006 sollte das Gebäude einem Neubau weichen, was allerdings verhindert werden konnte. Ein Sander Bürger kaufte das Anwesen, welches damals noch im Besitz der Familie von Siemens ( Haus Lerbach ) war. Das als unwirtschaftlich geltende Gebäude wurde danach umfassend restauriert und später durch einen rückseitig angelegten zweigeschossigen Anbau unter Satteldach erweitert.

Bearbeitet: Dietmar Weiß