Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Heft 24, 2018

Inhalt

H. Leonhard Brenner
Der Schlodderige Heiland aus Paffrath und seine Artverwandten
2

Winfried Borowski
Vom Ursprung der von Kesselschen Güter und Mühlen in Dombach
7

Manfred Dasbach
Die Burg Halfen Dombach, das älteste Steinhaus in Sand, wird restauriert!
15

Jost Broser
Rommerscheider Hof - Dokumentation in 3 D
19

Ekkehard Kandler
Der Rommerscheider Hof - Von der Anamnese zur Genesung
23

Max Morsches
Die lmmekeppeler und Eschbacher Hausnummern von 1806
27

Miriam Jolien Blümel
Über den Kölner Karneval, die Roten Funken und die Rheinveilchen
30

Gunda Kraepelin
Rosen aus Papier - Der bergische Weihnachtsbaum von anno dazumal
39

Peter Lückerath
Gemälde und Fotos der Bensberger Familie Krauss
41

Michael Werling
Hans-Hermann von Budde – Der jüngste Sohn des Bensberger Ehrenbürgers Hermann von Budde
45

Gerhard Geurts
Paul Köttgen - Unternehmer in Bergisch Gladbach
53

H. Leonhard Brenner
Wer produziert, muss Werben, um zu Verkaufen
57

Katja Pilot
Firma Köttgen in Bergisch Gladbach - ein Untemehmen hinterlässt Spuren
60

Michael Werling
Bemerkungen über den Deutschen Platz in Bensberg
65

Alessa Eickel
Konzepte für die Erhaltung und Nutzung von St. Engelbert in Rommerscheid
73

Albert Böcker
Jahresbericht 2017 Mundart - Café
77

Karl H. Fröhlingsdorf
Verzällcher
78

Verschiedene
Verzällcher un Mundartgedichte
80

Thomas Klostermann
Bericht aus dem AK Fachwerk - Denkmal - Stadtbildpflege
81

Wolfgang Aretz
Arbeitskreis Genealogie - Jahresrückblick 2017
85

Farbige Beilage:
Kartenbeilage, Blatt 26
Uwe Schwarz
Das Herzogtum Berg um 1700 im Spiegel einer französisch-niederländischen Atlaskarte
80

Zum Titelbild dieses Heftes:

Porträtgemälde des Grubenrepräsentanten und späteren Generaldirektors der Zinkhütte Wilhelm Krauss (1820-1897)

Zum Geleit

Zurzeit wird öffentlich heftig über steigende Armut, vor allem über Altersarmut, berichtet und diskutiert, und das in einem Land, das zu den reichsten der Welt gehört. Hier lohnt sich einmal ein Blick zurück. Die wie ich im Zweiten Weltkrieg geboren wurden und in der Nachkriegszeit aufgewachsen sind, haben Dinge erlebt, die sich die Jüngeren kaum vorstellen können.

In meinen ersten Schuljahren bekam ich den alten Lederranzen meines Onkels, und dessen Inhalt bestand neben den üblichen Utensilien aus einer emaillierten Blechtasse, um in der großen Pause die von den Besatzungstruppen gestiftete Schulspeise in Form einer kräftigen Suppe entgegen zu nehmen.

Damals gab es viele Arme, denen der Krieg alles geraubt hatte, und zahlreiche alleinerziehende Mütter, weil der Ehemann und Vater im Krieg gefallen war. In der allgemeinen Not hielt man zusammen, vor allem innerhalb der Familie. Wer arm war, wurde nicht über eine statistische Größe definiert. Die vielen Alleinerziehenden verlangten keine eigene Wohnung, sondern wurden in der Regel von der Familie aufgenommen. Es gab natürlich schlechte Ehen und Scheidungen, doch nicht so inflationär wie heute, wo viele Paare gar nicht mehr heiraten, weil man schon mit einer teuren Scheidung rechnet.

Wer heute über eine unzureichende Rente klagt, bedenkt nicht, welche Leistungen jedem Rentner aus der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zustehen. Es ist viel über den letzten Krieg und die Nazizeit geschrieben worden, für die Nachkriegszeit besteht Nachholbedarf. Die meisten unserer Leser sind Zeitzeugen. Schreiben Sie doch auf, was Sie selbst erlebt haben oder Geschichten von anderen, Anekdoten oder zeittypische Witze. Die Schriftleitung würde sich über Ihre Beiträge freuen.

Hans Leonhard Brenner
Ehrenvorsitzender
BGV Rhein-Berg

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte