Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Heft 21, 2015

Inhalt

H. Leonhard Brenner
Alte Straßen in und um Bergisch Gladbach
2

Manfred Dasbach und Herbert Selbach
Sensationelle Entdeckungen im Lerbacher Wald - Waren die Römer im Raum Bergisch Gladbach?
9

Peter Líickerath
Rätsel um das Foto einer unbekannten Familie gelöst
17

H. Leonhard Brenner
Philipp August Neissen (1812~1881) Advokat in Brüssel und Gutsbesitzer in Bergisch Gladbach
19

Edmund Ruppert
Geschichte der Möbelfabrik Dahnen in Bensberg
29

Ursula und Ludwig Wenzel
Die sieben Fußfälle an der Kirche in Herkenrath und ihre Stifter
36

Hans Mittler
Das Gronauer Wegekreuz und seine Geschichte
39

Michael Werling
Der Bensberger Architekt Bernhard Rotterdam und das Grabmal der Familie Offermann
41

Peter Lückerath
Ein Bensberger in England - Die ungewöhnliche Geschichte des Theodor Prumbaum (1870-1948)
51

H. Bruchhausen, H. Effertz, G. Ommer
Mundartgedichte und Verzällcher
56

Karl H. Fröhlíngsdo?f
Verzällcher
57

Albert Böcker
Jahresbericht 2014 Mundart-Cafe
59

Thomas Klostermann
Bericht aus dem AK Fachwerk - Denkmal - Stadtbildpflege
59

Wolfgang Aretz
Bericht AK Genealogie / Familienforschung 2014
58

A. Böcker/E. Odenthal
Bericht aus dem Mundart-Cafe
64

Hans-Josef Nießen
Jahresrückblick 2014
67

Max Morsches
Zwei gute Freunde sind für immer von uns gegangen
70

Manfred Dasbach
Ein Denkmal wird Wiederbelebt - Die Arbeit an der ehemaligen Oberlerbacher Mühle hat begonnen
71

Farbige Beilage:
(ca. DIN A2)
Hans Leonhard und
Philipp Brenner
Die Mairie Olpe 1810
 

Zum Titelbild dieses Heftes:

Die alte Schlossstraße in Bensberg
(Sammlung BGV Rhein-Berg)

Zum Geleit

Der römische Satiriker Juvenal (um 55 bis um 138), in seiner Jugend ein Zeitgenosse Neros, machte sich lustig über seine Mitbürger, die für die Erfüllung ihrer Wünsche wie die nach einer Frau oder Kindern die Götter anflehten. Er riet ihnen stattdessen: „Orandam est, at sit mens sana in corpore sano“ (man solle darum beten, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei; Satire 10, Zeile 356).

In fast allen Sportvereinen oder Fitnesscentern hängt irgendwo eine Tafel mit dem Spruch: „Mens sana in corpore sano“, was man übersetzt als: „In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist“. Juvenals Aussage wird also in ihr Gegenteil verkehrt. In historischen Werken, ob es sich um Bücher oder Aufsätze handelt, werden oft als Beleg für eine These wörtliche Zitate angeführt. Auch hier sollte man immer kritisch hinterfragen, ob das Zitat als Beweis geeignet ist. Wir bemühen uns in unseren Veröffentlichungen, solche Verdrehungen der ursprünglichen Bedeutung zu vermeiden. Aber, wie schon in der Bibel steht, nur wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

Im letzten Jahr gab es zwei Gedenktage, nämlich den Beginn des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und den des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Über viele Jahrzehnte war man der Meinung, aus diesen Ereignissen eine ausreichende Lehre gezogen zu haben. Doch ein Blick in die Welt zeigt das Gegenteil. Hass, Fanatismus und Gewalt scheinen genauso unausrottbar zu sein wie die Dummheit.

In diesem Heft haben wir neben den Jahresberichten unserer Arbeitsgemeinschaften und unseres Vereins wieder interessante und abwechslungsreiche Aufsätze zur Regionalgeschichte zusammengestellt.

Wenn Sie Ihr Thema vermissen, greifen Sie doch einmal selbst in die Tasten. So kann Heimat zwischen Sülz und Dhünn nur gewinnen.

Hans Leonhard Brenner
Ehrenvorsitzender
BGV Rhein-Berg

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte