Jahresbericht aus dem Arbeitskreis Fachwerk, Denkmal, Stadtbildpflege

Nachdem in den letzten Jahren die Friedhöfe der Stadt ein wichtiges Thema im Arbeitskreis (AK) waren, geriet im Berichtszeitraum 2012/2013 die Industriegeschichte in den Blickpunkt. Was ist Industriekultur? Was sind technische Denkmäler? Was ist erhaltenswert an verrußten Schornsteinen, Hochöfen, Berg-werken, alten Maschinen, Brücken und Bahnhöfen, Wassertürmen und Pumpstationen, Verwaltungsgebäu-den und Kraftwerken. Wir stehen mitten in einem Prozess durchgreifender Umwandlungen, als deren Ergebnis es nur noch wenige Produktionsstätten her-kömmlicher Art geben wird. Der repräsentative Industriebau als Ausdruck der Leistungsfähigkeit und zugleich der gesellschaftlichen Bedeutung wird zur Ausnahme. „Heute werden … lediglich Klimahüllen aufgestellt, die den veränderten Forderungen für sehr empfindliche Fertigungsprozesse angepasst sind: Verbrauchsware in Leichtbauweise, mit einer Lebens-dauer von zehn bis höchstens zwanzig Jahren. Umso mehr Aufmerksamkeit verdienen die uns verbliebenen Industriebauten, deren Erbauer sehr oft architektonischen Anspruch mit einem – uns heute vielleicht überzogen erscheinenden – Repräsentationsbedürfnis, aber auch mit einem ihrem Verständnis entsprechenden Verantwortungs-gefühl gegenüber der Umgebung zu verbinden wussten. Der Respekt vor dieser Leistung zwingt uns heute zu sorgfältigem Umgang mit diesem Erbe.“(G. Kühne, Berlin, Faltblatt des Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz.)

Solcher Erhaltung stehen meist andere, ökonomische Bedürfnisse entgegen wie Flächenanspruch, wirtschaftliche Verwertung, Rentabilität, Kostensenkung u. a. m. Aber schon im Städtebau war, wie wir heute wissen, der Kahlschlag nicht die bessere Lösung. Bei den Denkmälern der Technik- und der Industriegeschichte dürfen sich diese Fehler nicht wiederholen.
Bergisch Gladbach war um 1900 ei-ne bedeutende Industriestadt mit großen Leistungen in der Papier- und Metallproduktion, im Bergbau und in der Kalkbrennerei. Diese Zeugnisse der Industriegeschichte dürfen nicht verschüttet oder auf papierene Dokumentationen für Festschriften und Archive beschränkt werden.

Denkmal des Monats 23.10.2012 Gohrsmühle/Papierfabrik Zanders

Vor dem Verwaltungsgebäude der Firma Zanders: v. l. Max Morsches BGV, Dr. Ulrich Krings, ehemaliger Kölner Stadtkonservator, Wolfgang Zanders, Rainer Rossmann, Beirat RVDL, Bürgermeister Lutz Urbach und Prof. Dr. Michael Werling FH Köln (Foto: Arlinghaus, 23.10.2012)

Deshalb hat der AK gemeinsam mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) die ehemalige Gohrsmühle und spätere Papierfabrik Zanders zum Denkmal des Monats in 2012 gewählt. Aber auch die in der örtlichen Presse veröffentlichten betriebswirtschaftlichen Probleme der Firma und die damit einsetzenden, internen Umstrukturierungen und Konzeptüberlegungen zu einem Paper-Business-Park (Industriepark der Papierbranche) waren Anlass dazu.

Bereits im März 2010 hatte der AK auf seiner Festveranstaltung in der Villa Zanders zum zehnjährigen AK-Bestehen auf den in Bergisch Gladbach fast gänzlich fehlenden Denkmalschutz bezüglich der Bergisch Gladbacher Industriegeschichte hingewiesen. Der AK war sich bewusst, mit der Wahl ein schwieriges Konfliktfeld zu betreten, denn mit der Papierfabrik Zanders, heute Metsä Board Zanders GmbH genannt und Teil der Metsä Group, einem internationalen Konzern mit Hauptsitz in Finnland, verbinden sich große Sorgen der Politik, der Verwaltung und besonders der von gravierenden Veränderungen betroffenen oder bedrohten Mitarbeiterfamilien.

Aber gerade in dieser Phase sah der AK Zeitpunkt und Notwendigkeit gekommen, dem bisher vernachlässigten und eher als hinderlich betrachteten Thema Denkmalschutz Gehör zu verschaffen. Besteht doch die Gefahr, dass wertvolle Industrie- und baugeschichtliche Zeugnisse einem zu einseitigen ökonomischen und funktionalen Denken zum Opfer fallen. Mit einer Aktion Denkmal des Monats sollte zumindest das historische und architektonische Wissen und somit die Wertschätzung um die Papierfabrik Zanders erhöht werden. Dabei ging es von Anfang an nicht um die museale Einfrierung eines Ist-Zustands, sondern um die Frage, wie das historisch wertvolle, bauliche Erbe einer traditionsreichen, lebendigen Firma mit neuen Nutzungen in eine erfolgreiche Zukunft überführt werden kann.

In einem ersten Schritt mussten die historischen Grundlagen in Literatur und Archiven recherchiert werden. Die Quellenlage zur Geschichte der Papierfabrik Zanders und der Familie Zanders erwies sich als günstig, befinden sich doch im Stadtarchiv, insbesondere aber in der Stiftung Zanders - Papiergeschichtliche Sammlungen umfangreiche Unterlagen über das Unternehmertum der Familie Zan-ders. Je tiefer man in das Thema einsteigt, desto erstaunter ist man über die wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen in der Zeit um 1900.

Blauer Himmel, goldenes Herbstlaub und warmes Licht gaben am 23.10.2012 einen guten Rahmen für die 12. Präsentation eines Denkmal des Monats in Bergisch Gladbach. Mit dieser Aktion macht der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) seit vielen Jahren in Köln und Umgebung auf herausragende, unbeachtete oder gefährdete Denkmäler aufmerksam.

Über hundert Besucher, eine Rekordzahl, nutzten die Gelegenheit, sich bei einem Lichtbildervortrag über die Geschichte des Werks Gohrsmühle und seine bedeutsamen Architekturzeugnisse zu informieren sowie bei einer Führung das Werksgelände dieser historischen Industrieanlage kennen zu lernen. Ehemalige Zandrianer, Geschichtsfreunde, Freunde der Industriekultur und andere Bürger und Bürgerinnen dokumentierten das hohe Interesse an dem Werk, das wie kein anderes die Entwicklung der Stadt Bergisch Gladbach und sein Stadtbild geprägt hat und bis heute prägt. Die Namen Gohrsmühle und Zanders begründen den weltweiten Ruf Bergisch Gladbachs als Stadt des Papiers. Hans Wolfgang Zanders sowie weitere Mitglieder der Familie waren ebenfalls gekommen.

Dr. Ulrich Krings, ehemaliger Kölner Stadtkonservator, begrüßte die Gäste im Namen des RVDL im Vortragsraum der heutigen Firma Metsä Board Zanders GmbH, der kaum alle Teilnehmer aufnehmen konnte. In einem Vorgespräch hatte die Firma ihre Teilnahme an dem Aktionstag zugesagt, dem Verein den Vortragsraum zur Nutzung angeboten und einer Werksführung zugestimmt. Dafür wurde der Firmenleitung ausdrücklich gedankt.

Bürgermeister Lutz Urbach erinnerte in seinem Begrüßungswort an die Strunde als fleißigsten Bach Deutschlands, an die Entwicklung gewerblicher Mühlen zu Industriestandorten sowie an die enge Bindung zwischen der Stadt und der unternehmerisch wie kulturell so erfolgreichen Familie Zanders. Er stellte darüber hinaus den inhaltlichen Zusammenhang zur Regionale 2010 her. Diese habe u. a. zum Ziel, das Einzigartige einer Stadt z. B. ihre Vergangenheit und ihre Kultur-bauten herauszustellen, um so die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu erhöhen.

Michael Werling, Professor am Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der Fachhochschule Köln, ging nur kurz auf die Geschichte der Gohrsmühle und der Familie Zanders ein. Im Mittelpunkt standen die historischen Industriebauten. (2)

Bei dem abschließenden Rundgang durch das Werksgelände konnten die im Vortrag erläuterten Gebäude unmittelbar betrachtet und Detailfragen beantwortet werden. Der Rundgang führte auch durch einen formal angelegten Büstengarten, in dem die großen Papierfabrikanten der Familie Zanders, von namhaften Künstlern wie August Wittig und Dominikus Böhm plastisch dargestellt sind. Zum Abschluss der Veranstaltung erfolgte eine Führung zum Pumpenhaus von 1909 und zum Wasserturm von 1905 auf dem Quirlsberg.

Professor Werling appellierte am Schluss seines Vortrags an die Geschäftsleitung, sie möge sich in der Phase des geplanten Umbruchs (Entwicklung eines Paper-Business-Parks) auch mit dieser ehemals bedeutsamen, bisher ungeschützten Bausubstanz beschäftigen. Es müsse auch ihr ein Anliegen sein, sich nicht nur mit den ökonomischen Werten dieser Gebäude auseinanderzusetzen, sondern dieses bauliche Erbe der Bergisch Gladbacher Stadt- und Industriegeschichte auch zu erhalten und einer geeigneten Neunutzung zuzuführen.

Mittlerweile hat das Rheinische Amt für Denkmalpflege Kontakt mit der Stadt aufgenommen mit dem Ziel, im April 2013 eine Betriebsbesichtigung durchzuführen. Außerdem wurde in der Ratssitzung am 7.3.2013 seitens der Politik ein Antrag gestellt, das Betriebsgelände der Metsä Board Zanders GmbH möge auf denkmalwerte Bauten untersucht werden. Dieser Antrag wurde einstimmig an den zuständigen Planungsausschuss verwiesen. Somit zeichnet sich derzeit ein kooperatives Vorgehen durch Fachamt, Stadtverwaltung, Politik und Firmenleitung ab.

Denkmal des Monats 2006 Stell-werk Tannenbergstraße

Für das Denkmal des Monats 2006 Stellwerk Tannenbergstraße liegt der Stadt seit 2006 ein ausführliches Gutachten des Rheinischen Amts für Denkmalpflege vor, in dem der Denkmalwert des Stellwerks dokumentiert und insbesondere wegen der original erhaltenen, mechanischen Technik von 1911 begründet ist.

Die Bahn als Eigentümerin hat 2012 auf Anfrage der Stadt den Denkmalwert des Stellwerks verneint, da es noch einige andere Stellwerke dieser Art gäbe. Diese Stellungnahme der Bahn hat das Rheinische Amt für Denkmalpflege dahingehend kommentiert, dass ein Alleinstellungsmerkmal für einen Denkmalschutz nicht Bedingung sei, darüber hinaus blieben die Begründungen „Bedeutung für die Ortsgeschichte“ und „Bedeutung für die regionale Eisenbahngeschichte“ unberührt. Bereits eine Begründung sei ausreichend, den Denkmalwert eines Objekts zu rechtfertigen. Daher bittet das Rheinische Amt für Denkmalpflege die Stadt, das Stellwerk nunmehr in die Denkmalliste einzutragen.

Darüber hinaus hat das Landesbauministerium NRW mehrfach angemahnt, das Stellwerk sei in die Denkmalliste einzutragen. Aber auch nach einer Unterschutzstellung bedarf das Stellwerk der Zuwendung, denn die Bahn modernisiert derzeit ihre Steuerungstechnik, so dass das alte Stellwerk der Kaiserzeit endgültig überflüssig wird. Für die Zeit nach dem Betriebsende muss also eine neue Nutzung gefunden werden.

Eisenbahnfreunde aus Bergisch Gladbach, Köln und dem Bergischen Land hatten in der Vergangenheit Interesse gezeigt, das Stellwerk im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu nutzen und in Stand zu halten sowie mittels Führungen die Stellwerkstechnik sowie die Eisenbahngeschichte von Bergisch Gladbach zu vermitteln.

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Denkmal des Monats November 2010 Gedenkstein Fronhof Herkenrath

Nach der Präsentation sammelte der AK Spendengelder für eine Sanierung und betreute die fachgerechte Auftragsabwicklung. Auf Grundlage einer Schadensanalyse hatten die Steinrestauratoren Gloßner & Sieverding aus Refrath ein Angebot zur Sanierung von Gesteinsschäden und zur Wiederherstellung der Statik in Höhe von 4.700 € erstellt.

Der Betrag konnte mit Hilfe eines Zuschusses der städtischen Denkmalpflege, durch Spenden des Bergischen Geschichtsvereins und zahlreicher Bürger sowie durch die Eigentümerin aufgebracht werden.

Vor Abbau und Reinigung des Gedenksteins mussten alle fragilen Stellen mit Epoxid-Harz vorgesichert werden. Auf Grund seiner statischen Gefährdung musste das gesamte Denkmal abgebaut, von Mörtelresten gereinigt und mit Edelstahldübeln in Mörtel neu aufgebaut werden. Alle Steinoberflächen wurden schonend mit Wasser gereinigt. Dabei wurden alte Farbreste sichtbar, die zeitlich jedoch nicht zugeordnet werden konnten.

Auch kann nun die Inschrift des Gedenksteins trotz großflächiger Oberflächenverluste infolge der Schalenbildung wieder vollständig gelesen werden. Ein kleines, abgebrochenes Metallstück im Abdeckstein verriet, dass den Gedenkstein ursprünglich ein Metallkreuz krönte.

Mitglieder des AK entfernten zu hohen Bewuchs, verlegten Schrittplatten und pflanzten neue, geeignete Bodendecker. Nach Abschluss aller Arbeiten präsentierten und erläuterten der AK und der Restaurator Stefan Gloßner der Presse und der Unteren Denkmalbehörde am 26.6.2012 den frisch sanierten Gedenkstein.

Alle Risse und losen Schalen wurden vollflächig injiziert bzw. hinterfüllt, Ränder und Kanten wurden mit einem sehr feinkörnigen, farblich abgestimmten Restaurierungsmörtel angeböscht. Mit diesem wurden auch ästhetisch besonders störende Fehlstellen reprofiliert.

Foto: Der Gedenkstein nach der Sanierung (Foto: T. Klostermann 28.7.2012).

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Weitere Initiativen und Berichte

Wirtschaftshof der Burg Zweiffel (Foto: T. Klostermann 27.3.2013)

Für zwei bisher ungeschützte, gut erhaltene Fachwerkhäuser in Herrenstrunden hat der AK mit Unterstützung des Architekten Dr. Norbert Stannek je eine Text- und Bilddokumentation als Grundlage für eine denkmalpflegerische Bewertung durch das Rheinische Amt für Denkmalpflege erarbeitet. Es handelt sich um das Alte Pastorat von 1874 und den Wirtschaftshof der Burg Zweiffel, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Die Antragsstellung erfolgte im Februar 2012. Für den Wirtschaftshof liegt mittlerweile das Prüfergebnis in Form eines Gutachtens bei der Stadt vor, die eine kurzfristige Eintragung in die Denkmalliste angekündigt hat.

Das alte Gasthaus Om Schlöm an der Laurentiusstraße, einer der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten in der Bergisch Gladbacher Stadtmitte, macht seit einiger Zeit einen etwas vernachlässigten Eindruck. Dies war Anlass für besorgte Anwohner, sich an den AK zu wenden mit der Bitte, sich für einen Schutz des alten Gasthauses einzusetzen. Bereits 2003 war aus dem politischen Raum ein Prüfantrag auf Denkmalschutz gestellt worden, der jedoch ablehnend beschieden wurde.

Allerdings wurde in der Ablehnungsbegründung auf den Denkmalwert der weitgehend ungestörten Straßenfassade hingewiesen. Dies ist Anlass für den AK, sich für deren Schutz einzusetzen, denn nach §2 Denkmalschutzgesetz NRW können auch Teile von Sachen unter Schutz gestellt werden. Derzeit wird eine Dokumentation erarbeitet, in der die ortshistorischen, städtebaulichen und architekturhistorischen Gründe für einen Fassadenschutz dargestellt sind. Die übrigen, bereits überformten Gebäudeteile könnten mit Hilfe einer in der Innenstadt bestehenden Erhaltungssatzung nach Maßstab und Proportionen erhalten bleiben, aber auch modernisiert werden.

AK-Mitglied Rainer Brandenburg hatte in 2010/11 historisch wertvolle Grabstellen auf dem Laurentiusfriedhof in einer Bestandsaufnahme erfasst und seine Ausarbeitung an das Rheinische Amt für Denkmalpflege gesendet, das mit einem fachlichen Gutachten am 9.9.2011 die Eintragung der denkmalwerten Grabstelen und -anlagen in die Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach beantragt hatte. Bisher sind keine Eintragungen erfolgt.

Die Stadt fürchtet, dass denkmalgeschützte Grabstelen nach Ablauf der Ruhefrist in ihren Besitz übergehen. Mit der Übernahme hätte dann die Stadt die Pflicht zu deren Erhaltung. Derzeit recherchieren die Stadt und der AK, wie in anderen Städten mit dieser Frage umgegangen wird.

2012 hat Rainer Brandenburg in Abstimmung mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege auch die denkmalwürdigen Grabstellen und -steine auf dem katholischen Friedhof in Bensberg aufgenommen. Dazu gehören u. a. der Ehrenfriedhof für die Gefallenen der Weltkriege, Priestergräber, die Gräber der Bensberger Wohltäterin Emilie Schmitz, gestorben 1891, und ihrem Ehemann Carl Schmitz, gestorben 1873, des Friedensrichters Peter Josef Fischbach, gestorben 1870, des Ehrenbürgers und preußischen Staatsministers Hermann von Budde, gestorben 1906, die Grabstele der Offiziersfamilie Dell, gestorben 1878, und mehrere Kadettengräber. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege erstellt auf dieser Grundlage zurzeit das fachliche Gutachten.

Im April 2012 führte der AK zusätzlich zur städtischen Pflege einen Pflegegang am Budde-Grab durch, im März 2013 auf dem kleinen Ehrenfriedhof neben dem Haupteingang, auch Kadettenfriedhof genannt, sowie auf der Grabstelle Dell. Dabei wurde ein zwischenzeitlich eingelagertes Aufsatzkreuz von dem Steinrestaurator Stephan Gloßner mit Spezialmörtel auf der zugehörigen Stele wieder befestigt. Zurzeit wird ein Angebot eingeholt für sogenannte Kissensteine aus Lindlarer Grauwacke, die zur Aufnahme von vier losen, zwischengelagerten Grabplatten von Kadetten dienen sollen. Eingegangene Spendengelder sollen für eine Neubepflanzung des Budde-Grabs verwendet werden.

AK-Mitglied Manfred Dasbach engagiert sich nach wie vor für eine Komplettsanierung der zum Teil einsturzgefährdeten Kirchhofsmauer in Sand, Denkmal des Monats 2003. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 35.000 €. Da die Kirchengemeinde ihren Kostenanteil derzeit nicht aufbringen kann, verzögert sich die Maßnahme.

Darüber hinaus hat er zusätzlich zur Informationstafel auf dem Kirchhof weitere Tafeln entwickelt: für die Rochus-Kapelle, Aufstellung im August 2012, für die Quelle in Kaltenbroich, Aufstellung im April 2013, und für die Kirche St. Severin, Aufstellung geplant im November 2013. Über einen QR-Code werden Smartphone-Besitzer unmittelbar auf die Internetseite des BGV Rhein-Berg geleitet, wo sie zusätzliche Informationen erhalten können.

Manfred Dasbach begleitet die Sanierung der derzeit entkernten Lerbacher Mühle. Dabei hat er interessante Informationen und Erkenntnisse zur Geschichte der Mühle entdeckt.

Neben den Arbeitskreissitzungen gab es nach längerer Pause am 8.3.2013 wieder eine Exkursion. Unter Führung von Dirk Lukas Kisch besichtigten wir ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus in Köln-Rath, das wegen einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu durchaus Beispielcharakter aufweist.

Pflegeeinsatz des AK auf dem Friedhof Bensberg (Foto: T. Klostermann 22.3.2013)