Denkmal des Monats 2014

Von Thomas Klostermann

14. Präsentation eines „Denkmal des Monats“ in Bergisch Gladbach: das "Alte Pastorat" in Refrath

Dieses schöne Fachwerkhaus von 1846, mit hohen Geschossdecken und einem eher untypischen Walmdach weist einen repräsentativen Charakter auf. Der fromme und reiche Bernhard Eyberg, Besitzer von ´Haus Steinbreche´, gab nach Wiedererlangung der Pfarrselbstständigkeit Refraths Geld für Grundstück und Bau eines Pastorats unmittelbar neben der sogenannten Taufkirche.

Die Erhaltung und Sanierung von Fachwerkhäusern erweist sich immer wieder als eine besondere Herausforderung. Diese Erfahrung machte auch das Ehepaar Ursula Gerstner und Karl Krietzler, als es 1978 das marode Pastorat kaufte. Sie strebten eine originalgetreue Wiederherstellung an und sanierten 10 Jahre lang mit Sensibilität und persönlichem Einsatz das Denkmal. Sie haben damit nicht nur für sich ein stilvolles Zuhause geschaffen, sondern auch ein Haus erhalten, das in der Ortsgeschichte von Refrath eine bedeutende Rolle spielt.

Auf dieses positive Beispiel des Umgangs mit einem Baudenkmal hat der Rheinische Verein für Denkmalpflege diesmal hinweisen. Bei der Präsentation bestand die seltene Gelegenheit, dieses hinter Grün etwas versteckte Haus einmal aus der Nähe und auch von innen betrachten zu können.

 Trotz Regens versammelten sich ca. 40 Gäste zur Präsentation vor dem "Alten Pastorat"   Hans-Peter Müller vom Bürger- und Heimatverein Refrath e.V. berichtete nicht nur von der Geschichte des Pastorats, sondern wußte auch spannend über die Kirchen- und Ortsgeschichte zu erzählen.   Karl Kritzler erinnerte sich an beinahe 10 Jahre Sanierungszeit und bereute nichts. Im Gegenteil: Er war dankbar und machte anderen Mut. 
 In einer Regenpause wird der Blick auf den klassizistisch, repräsentativen Bau freier.   Blick von oben auf die zweigeschossige Treppenanlage. 

Alle Fotos: Thomas Klostermann.