Schriftenreihe des BGV

Band 41: Ölbilder von J. Maaßen

Mosel-, Eifel- und Rhein-Burgen in Öl, von J. Maaßen

Max Morsches

48 Seiten, Broschiert

Herausgeber: Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. in Zusammenarbeit mit der "Ars Universalis"

Bergisch Gladbach 2003

ISBN: 3-932326-41-5

Preis: 5 €

Kurzer Lebenslauf

Johannes Peter Maaßen kam am 2. Juni 1919 als siebtes von neun Kindern einer Bergmannsfamilie zur Welt. Sein Geburtsort Disteln gehörte zur Stadt Herten, ehe er 1975 Recklinghausen zugeschlagen wurde.

Nach der Schule absolvierte Johannes Maaßen eine Lehre als Anstreicher. In Hamburg arbeitete er ab 1937 als Malergeselle. Dort schaffte er 1943 die Meisterprüfung als Maler. Im Krieg kämpfte er zunächst in Frankreich und dann an der Ostfront. Ei¬ne Verwundung am rechten Schultergelenk brachte eine Wende in seinem Leben. Nun lehnte er Krieg und jegliche Anwendung von Gewalt ab. Während seiner Zeit im Lazarett zu Nimptsch in Niederschlesien lernte er Erna Hofert aus dem benachbarten Panthenau kennen, mit der er ab 1943 über 50 Jahre lang ver¬heiratet blieb.

Durch seine Verwundung konnte Johannes Maaßen den rech¬ten Arm nicht mehr über die Horizontale anheben. So eignete er sich nicht mehr zum Soldaten und auch nicht mehr zum Anstreicher. Er studierte in Frankfurt an der Oder auf das Lehramt und arbeitete als Volksschullehrer in Petersdorf am Fuße des diese niederschlesische Region beherrschenden Berges Zopten. Im Lehrerhaus neben der Schule wurde 1944 seine älteste Tochter geboren.

Nach dem Krieg kehrte Johannes Maaßen in seinen Heimatort Disteln im Ruhrgebiet zurück und absolvierte eine Volksschullehrer-Ausbildung in Recklinghausen.

1949 wurde er Lehrer an der Katholischen Volksschule „An der Wolfsmaar" in Refrath. Zwei Jahre später wechselte er zur Katholischen Volksschule in Bensberg. Hier unterrichtete er zuerst noch in Baracken am „Deutschen Platz" und dann an der „Eichelstraße".

Nebenbei bildete sich Johannes Maaßen in Abendkursen am Werklehrer-Seminar in Köln weiter. Hier erkannte man bald sei¬ne Fähigkeiten und stellte ihn als Dozenten ein. Nun konnte er selbst Junglehrer und Kindergärtnerinnen ausbilden. Dies war der Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn.

Leider wurde das Werklehrer-Seminar nach Düsseldorf verlegt. Johannes Maaßen ging nicht mit, weil er sein neugebautes Eigenheim am Klausenberg in Bensberg nicht aufgeben wollte. Nach einer Zusatzausbildung unterrichtete er lange an der Realschule in Bergisch Gladbach. Später wechselte er zur Johannes-Gutenberg-Realschule in Bensberg, wo er nach 35 Jahren im öffentlichen Dienst pensioniert wurde.

Johannes Maaßen engagierte sich im Gesangverein „Harmonie Kaule" und wurde Mitarbeiter im Turnverein Bensberg, für den er die Mitglieder- und Beitragskartei pflegte.

1979 zog er mit seiner Frau für mehr als ein Jahrzehnt in sein Haus zu Zell an der Mosel. Von 1980 bis 1991 arbeitete er hier als Landschaftsmaler.

Die letzten fünf Jahre seines Lebens verbrachte Johannes Maaßen wieder am Klausenberg in Bensberg, wo er am 27. Januar 1996 starb. Er hinterließ neben seiner Witwe fünf Töchter und einen Sohn sowie dreizehn Enkelkinder.

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte