Schriftenreihe des BGV

Band 44: Aquarelle von J. Maaßen

Mosel- und Eifelbilder, Aquarelle von J. Maaßen

Max Morsches

48 Seiten, Broschiert

Herausgeber: Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. in Zusammenarbeit mit der "Ars Universalis"

Bergisch Gladbach 2004

ISBN: 3-932326-44-X

Preis: 5 €

Der Künstler Johannes Maaßen

Im westfälischen Disteln, das heute zu Recklinghausen gehört, kam Johannes Maaßen 1919 auf die Welt. Er wurde Anstreichermeister und studierte Malerei in Hamburg. Nach einer Kriegsverwundung wurde er Lehrer an verschiedenen Volks- und Realschulen in Bensberg und Bergisch Gladbach. Nach der Pensionierung zog er nach Zell an der Mosel und betätigte sich dort ab 1978 mehr als ein Jahrzehnt lang als Maler. 1996 starb er in Bensberg.

Johannes Maaßen schuf über zweihundert Ölgemälde, jeden Monat etwa zwei. Aquarelle, die er in der Zeit seiner Jugend und seiner beruflichen Tätigkeit fertigte, sind meist verloren gegangen. Erst 1985 begann er wieder, in dieser Technik zu malen. Bis Ende 1986 entstanden über hundert Aquarelle, also im Durchschnitt jede Woche eines in diesen zwei Jahren. Aber auch andere Arbeiten auf Papier, wie z. B. Pastellbilder, gehören zu seinen schönsten Werken.

Hunderte von Zeichnungen fertigte er, meist mit Tusche, aber auch mit Bleistift, Kreide oder Kohle. Die Zeichnungen fehlen oft im Werksverzeichnis. 1990 schuf er mit eigener Druckerpresse Radierungen sowie Linol- und Holzschnitte.

Seine Bilder zeigen Motive von Mosel und Eifel. In den Orten malte er Ansichten von Fachwerkbauten und Kirchen. Seine Landschaftsbilder leben von Bäumen im Vordergrund und den Silhouetten der Berge und Hügel. Eine große Rolle in seinen Bildern spielt das Wasser: Bäche, Maare oder auch der große Fluss. Er liebte die Farben des Herbstlaubs.

Johannes Maaßen war Verfechter der Lehre Gustaf Britschs, der die Vorherrschaft mathematischer Gesetze und die Verpflichtung der Künstler zu einer bestimmten Kunstschule oder Kunstrichtung ablehnte. Johannes Maaßen malte in seiner ureigensten Art. Einige seiner Aquarelle haben eine Ähnlichkeit mit Ölgemälden. Bei anderen Bildern spürt man die Leichtigkeit der Komposition, die das Aquarell ermöglicht.

Seine Bilder waren in der Zeit von 1985 bis 1988 in vielen Ausstellungen an der Mosel und in der Eifel zu bewundern.

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