Schriftenreihe des BGV

Band 18: Ruhmreiche Berge 1949 - 50

Reprint "Ruhmreiche Berge, Heimatkundliche Beilage der Heiderschen Zeitung", Jahrgänge 1949-50, Inhaltsverzeichnis des Guten Abend 1927 und 1928, Gesamtregister für Ruhmreiche Berge,

Leonhard Brenner

222 Seiten, Broschiert

Herausgeber und Verlag: Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg e.V.

Bergisch Gladbach 1997

ISBN: 3-932326-18-0

Preis: 10 €

Vorwort

Mit diesem dritten Reprintband von "Ruhmreiche Berge" liegen nun alle Folgen der Heimatkundlichen Beilage der Heiderschen Zeitung vor, die unter diesem Namen erschienen sind. Er enthält die Ausgaben, die 1949 und 1950 herausgegeben wurden, das Inhaltsverzeichnis des "Guten Abend" der Jahrgänge 1927 und 1928 sowie ein Gesamtregister.

Die Gesamtedition hat nun folgende Form:

Band Nr.
Erschei-
nungs-
jahr
Farbe der
Titelzeile
Inhalt

1
1993
rotbraun
Jahrgang 1929
Sonderausgaben
75 Jahre Stadt Bergisch Gladbach (1931)
800 Jahre Altenberg (1933)

2
1992
grün
Jahrgänge 1930-41

3
1997
blau
Ausgaben 1949-50
Inhaltsverzeichnis des "Guten Abend" 1927-28
Gesamtregister

In Band 2 hat es leider zwei technische Fehler gegeben. Die Ausgaben 1, 2 und 3 des Jahrgangs 1941 sind irrtümlich hinter die Ausgaben 4 und 5 gebunden worden. Außerdem sind als Innenseiten der Nr. 3 von 1941 die Innenseiten der Nr. 3 von 1940 abgedruckt worden, so daß diese doppelt vorhanden sind, während die Innenseiten der Nr. 3 von 1941 ganz fehlen. Aus diesem Grund ist die Nr. 3 von 1941 noch einmal in diesem Band enthalten (nach den Ausgaben von 1949 und 1950).

Die Geschichte der Heimatkundlichen Beilage der Heiderschen Zeitung begann 1927, als Ferdinand Schmilz, der vor seinem Eintritt in den Schuldienst bereits als Journalist tätig war, die Wochenendbeilage "Guten Abend" zu einer heimatkundlichen Publikation umformte.

Die Beilage "Guten Abend" erschien seit 1924 und war ursprünglich eine der üblichen Wochenendbeilagen, wie sie in dieser Zeit den meisten Tageszeitungen beigefügt waren. Die Ausgabe vom 27. März 1925 enthielt beispielsweise das Gedicht "Vorfrühling" von Ludwig Traude, eine Betrachtung von Peter Lee "Lebendigkeit", drei kleine Erzählungen "Der Milchwagen", "Drei Menschen" und "Sonne im Herzen", eine Naturbetrachtung über die Köcherfliege "Baumeister am Bachgrund" sowie "Das Hirschfest in Bensberg" nach Montanus.

Ferdinand Schmitz und etliche Mitarbeiter veröffentlichten im "Guten Abend" ab 1927 regelmäßig heimatkundliche Beiträge, wobei der Übergang von der alten Wochenendbeilage erst allmählich erfolgte. Das in der Anlage abgedruckte Gesamtinhaltsverzeichnis für die Jahrgänge 1927 und 1928 zeigt deutlich, daß es gerade in der Anfangsphase noch sehr viele allgemeine Beiträge gegeben hat. Nach und nach wandelte sich jedoch der Charakter der Beilage; die heimatkundlichen Aufsätze und Quellenbeiträge häuften sich immer mehr.

Eine komplette Sammlung des "Guten Abend" befindet sich im Stadtarchiv Bergisch Gladbach und kann dort eingesehen werden. Ob diese Ausgaben ebenfalls wie "Ruhmreiche Berge" nachgedruckt werden, ist im Moment aus verschiedenen Gründen eher ungewiß.

Ab 1929 wurde der "Gute Abend" in "Ruhmreiche Berge" umbenannt und die Drucktype verändert. 1929 erschien "Ruhmreiche Berge" wöchentlich, ab 1930 nahm die Zahl der Ausgaben ab, was verschiedene Ursachen hat. Hierzu ist schon in den vorhergehenden Reprintbänden näher berichtet worden. 1941 gab Ferdinand Schmitz die letzte Folge von "Ruhmreiche Berge" heraus.

Weitere Ausgaben waren zwar geplant, doch verhinderten der sich immer mehr auswirkende 2. Weltkrieg und das hohe Alter des Herausgebers eine Fortsetzung. 1943 ist Ferdinand Schmitz gestorben.

Nach dem 2. Weltkrieg entstand erneut der Bedarf nach einer heimatkundlichen Zeitungsbeilage. 1949 konnte die erste Folge erscheinen. Schriftleiter wurde Dr. Hermann-Josef Kreutz, der zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter 1948 die "Gesellschaft für Rheinisch-Bergische Landes- und Volksforschung" in Bergisch Gladbach gegründet hatte. Näheres zur Geschichte dieser Gesellschaft findet sich in Heft 2 unserer Vereinzeitschrift "Heimat zwischen Sülz und Dhünn". Ein wichtiger Mitarbeiter war Anton Jux, der allerdings wegen des Veröffentlichungsverbots, das er von den Alliierten wegen seiner Aktivitäten im 3. Reich verhängt bekommen hatte, nur ohne Namensnennung oder unter dem Pseudonym "Montanus Secundus" publizieren konnte.

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte