Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Heft 17, 2011

Inhalt

Hans Leonhard Brenner
War Hebborn in der römischen Kaiserzeit die germanische Siedlung Alisum?
2

Max Morsches
Hausnummern 1806 der zu Gladbach gehörigen Häuser in Refrath
6

Max Morsches und Heinz-D. Heidberg
Franz Florey – Ein Steinhauer für den Bensberger Schlossbau
14

Ludwig Wenzel
Das Gasthaus Am Ball
16

Manfred Dasbach und Heinz-Bernd Padberg
Die Familien Höller und Odenthal in Sand
18

Hans Leonhard Brenner
Das Rezeptbuch von Peter Linder, Konditor und Gastwirt im Bergisch Gladbacher Waatsack, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
26

Hans Leonhard Brenner
Zur Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach – Die Firma Buntenbach & Schlebusch
29

Marianne Vogt-Werling und Michael Werling
Eine Gestaltungsfibel für die Gartensiedlung Gronauer Wald
37

Peter Lückerath
Unbekannte Ansicht von Oberlückerath und Bensberg (um 1900)
40

Edmund Ruppert
Die pharmazeutische Fabrik Paul Lappe in Frankenforst
43

Dieter Pickhard
Geschichten aus dem alten Heidkamp
46

Hans Leonhard Brenner
Helene Löhe (1885 – 1953)
52

Katharina Schmidt
„Die Bombe platzt“ –
Der Lauschangriff auf Klaus Traube
53

Reiner Miericke
Zuckermahljo – oder so
57

Karl H. Fröhlingsdorf
Verzällcher
60

Emil Odenthal
Mundartpflege – Mundarterhaltung
62

Hans Bruchhausen
Mundartgedichte
63

Herbert Ommer
Arbeitskreis Wirtschaftsgeschichte
65

Wolfgang Aretz
Arbeitskreis Genealogie: Jahresbericht 2010
66

Thomas Klostermann
Bericht aus dem Arbeitskreis Fachwerk – Denkmal – Stadtbildpflege
68

Hans-Josef Nießen
Jahresrückblick 2010
70

Farbige Beilage:
Hans Leonhard Brenner
Der Marktplatz in Bergisch Gladbach
 

Zum Titelbild dieses Hefts:

Ölgemälde von Helene Löhe:
Die Malteserkomturei in Herrenstrunden
(Foto: Manfred Dasbach, 2011)

Zum Geleit

Wenn wir unsere Position zwischen Zukunft und Vergangenheit bestimmen, schauen wir in die Zukunft und lassen die Vergangenheit hinter uns. Bestimmend für diese Betrachtungsweise ist das Christentum, dessen Lehre auf die zukünftige Auferstehung ausgerichtet ist. Die alten Babylonier hatten eine andere Sicht. Sie blickten in die Vergangenheit und ließen die zukünftigen Ereignisse von hinten über sich ergehen. Sie gingen so weit, dass sie wichtige politische und religiöse Texte in einer vor mehreren Jahrhunderten benutzten alten Sprache und Schrift festhielten. Das ist so, als ob unser Grundgesetz in der Sprache des Nibelungenliedes verfasst worden wäre.

Unsere Versuche, die Zukunft zu ergründen, scheitern oft schon an der Wettervorhersage für die nächsten Tage. Der vor einigen Jahrzehnten von Spitzenwissenschaftlern gegründete „Club of Rome“ hat mit seinen damaligen Prognosen die Welt von heute nicht beschreiben können. War die Weltsicht der Babylonier nicht von tieferer Weisheit erfüllt als unsere eigene?

Beschäftigen wir uns mit der Geschichte, sei es die große Weltgeschichte oder die kleine vor Ort, begeben wir uns die Position der Babylonier. Die Vergangenheit ist zwar kaum noch in ihrer ganzen Fülle zu begreifen oder gar zu beschreiben, doch ist sie konkreter als die Zukunft, von der wir zwar einiges ahnen, aber nichts genau wissen.

Wir haben in diesem Heft wieder etliche Beiträge zur Erhellung unserer Geschichte zusammengetragen. Sie werden hoffentlich das Wissen unserer Leser erweitern, sollen aber auch zur Unterhaltung beitragen. Wie immer rufen wir Sie auf, mit eigenen Beiträgen unser Themenspektrum zu erweitern.

Hans Leonhard Brenner
Ehrenvorsitzender
Bergischer Geschichtsverein
Rhein-Berg e. V.

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte