Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Heft 1, 1994

Inhalt

Ansichtssache

Hans Leonhard Brenner
Ein neues Denkmal im Garten der Villa Zanders
2

Hans Leonhard Brenner
Ein Architekt in Bergisch Gladbach - Peter Will (1877-1957)
3

Ferdinand Peter Moog
Der gesottene Knecht von Neuenhaus - Eine keltische Reminiszenz
6

Emil Odenthal
Ein Stein sucht seine Geschichte
11

Emil Odenthal
Die Wirte vom Buschhorn
11

Hans Leonhard Brenner
Hat es die Ritter von Katterbach tatsächlich gegeben?
12

Hans Leonhard Brenner
Neues zur Geschichte von Haus Lerbach
14

Helene Effertz
Kinderreime in Bergischer Mundart
16

Streiflichter aus der Geschichte des Bensberger Erzreviers
19

Herbert Stahl
Die Grube Weiß mit ihrer Flotation, den Halden und Klärteichen zu meiner Kinder- und Jugendzeit
28

Sammlerecke

Max Morsches
Bergische Münzen und Geldsorten in alten Rechnungsbüchern
31

Aus dem Vereinsleben

Hans Leonhard Brenner
Die Geschichte der Abteilung Rhein-Berg des Bergischen Geschichtsvereins
33

Das Kunstwerk

Arthur Lamka
Sammler fand einen Schatz - Altenberger Dom auf Andenkentasse
47

Kartenbeilage
Bergisch Gladbach um 1870

Zum Titelbild dieses Hefts:

Das alte Haus Lerbach um 1890

Zum Geleit

Zum erstenmal seit ihrer Gründung vor fast 60 Jahren legt die Abteilung Rhein-Berg des Bergischen Geschichtsvereins eine Publikation vor, die eine eigene Zeitschriftenreihe eröffnen wird. "Heimat zwischen Sülz und Dhünn - Geschichte und Volkskunde in Bergisch Gladbach und Umgebung" lautet ihr Titel.

Er bringt zum Ausdruck, daß der Inhalt der einzelnen Hefte sich nicht auf Bergisch Gladbach beschränkt, sondern sich im weitesten Sinne mit der Geschichte unserer näheren Heimat beschäftigen wird. Der Vorstand hat das Projekt im einzelnen und seit längerer Zeit sorgfältig überlegt und geplant und seine Realisierung für ein zunächst jährliches Erscheinen auf eine wirtschaftlich gesunde Basis gestellt.

Er geht davon aus, daß die neue Zeitschrift sowohl von den Mitgliedern wie auch von Interessenten über den Mitgliederkreis hinaus stark begrüßt werden wird. Oftmals ist in der Vergangenheit das Fehlen eines solchen Organs beklagt worden, seit die Tageszeitungen schon vor langer Zeit die Tradition von regelmäßigen Heimatbeilagen mit unterhaltenden, aber auch wissenschaftlichen Beiträgen aufgegeben haben. Zum einen soll die Zeitschrift ein anregendes Bindeglied zwischen den Mitgliedern werden, zum anderen ist ihr die Aufgabe zugedacht, das allgemeine Interesse an der Heimatgeschichte im besten Sinne zu wecken und zu fördern.

Es geht hier, das sei ausdrücklich erwähnt, nicht um Heimattümelei. Die Abteilung Rhein-Berg des Bergischen Geschichtsvereins hat wiederholt die Absicht bekundet, in stärkerem Maße auch wissenschaftlich tätig zu werden durch Erforschung von historischen Zusammenhängen und Ereignissen und neue Ergebnisse zu den vielfähigsten Themen anzubieten. Sie ist in der glücklichen Lage, in ihren Reihen viele kompetente Heimatforscher und Autoren zu besitzen, die schon in den vergangenen Jahren bedeutsame Beiträge zur Heimatgeschichte vorgelegt haben. Sie und alle Mitglieder, die auf ihre Weise Veröffentlichungen anzubieten haben, sei es zur Heimatgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Familiengeschichte oder auch persönliche Erinnerungen an Persönlichkeiten oder Ereignisse, seien es Fotos oder Dokumente anderer Art, auch Karten oder Lagepläne, sind der Redaktion als Mitarbeiter herzlich willkommen. Ein besonderes Beispiel dafür sei das diesem Heft beigefügte Faksimile, das einen interessanten Aufschluß gibt über die Wasserführung in Alt-Gladbach. Das Format der Zeitschrift ist deshalb auch so gewählt, damit solche Pläne und Dokumente veröffentlicht werden können.

Es sollen aber auch das erzählende Element und die Mundartdichtung nicht zu kurz kommen. Viel Verborgenes könnte gerade auf diesem Gebiet noch ans Licht gebracht und verdiente, einem größeren Kreis bekannt gemacht zu werden. Die neue Publikation soll sich durch ein möglichst breites Spektrum von Handschriften und Meinungen auszeichnen.

Sie ist als ein Forum für alle gedacht, die sie mitgestalten möchten. Neben Rubriken mit Namen, Nachrichten und Meinungen wird eine Kolumne jeden Heftes den Sammlern vorbehalten. Sie erhalten Gelegenheit, über ihr jeweiliges Sammelgebiet zu berichten. Mit einem Beitrag über Bergische Münzen und Geldsorten wird ein Anfang gemacht. Auch über wenig bekannte Kunstwerke aus öffentlichem oder privatem Besitz in unserem Vereinsgebiet wird von Heft zu Heft zu berichten sein.

Die Ihnen vorliegende Nummer Eins spiegelt mit ihrem Inhalt wider, was insgesamt der Redaktion bei Gestaltung der Hefte vorschwebt. Sie erwartet weitere Anregungen, aber auch kritische Meinungen, damit die Zeitschrift immer besser werden kann. Fast 60 Jahre hat es gebraucht, bis es der Abteilung Rhein-Berg des Bergischen Geschichtsvereins gelingen konnte, ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen. Zum erstenmal erscheint mit dem ersten Heft "Heimat zwischen Sülz und Dhünn" auch eine umfassende Darstellung der Vereinsgeschichte mit allen ihren Licht- und Schattenseiten.

Mögen der Zeitschrift eine gute Zukunft, Erfolg und Zuspruch der Leser beschieden sein!

Arthur Lamka
2. Vorsitzender
Abt. Rhein-Berg des BGV

Das freundliche Lokal
für alle Freunde der Lokalgeschichte